Haus bauen – die 15 häufigsten Fragen von Bauherren
Haus bauen – die 15 häufigsten Fragen von Bauherren
Klar beantwortet. Ohne Fachchinesisch. Ohne falsche Versprechen.
Wer ein Haus bauen möchte, steht vor vielen Entscheidungen – und noch mehr Fragen.
Viele davon werden zu spät gestellt oder mit Halbwissen beantwortet. Die Folge sind Fehlentscheidungen, Mehrkosten und unrealistische Erwartungen.
In diesem Beitrag beantworten wir die 15 Fragen, die uns in der Praxis am häufigsten begegnen – ehrlich, nachvollziehbar und aus planerischer Sicht.
1. Was kostet es, ein Haus zu bauen?
Die Baukosten für Einfamilien-, Doppel-, Reihen- oder Mehrfamilienhäuser hängen maßgeblich ab von:
Grundstück
Bauweise
Größe
Ausstattungsniveau
Region
Aktuelle grobe Orientierung:
➡️ ca. 3.000–4.500 € pro m² Wohnfläche
Zusätzlich anfallen:
Grundstückskosten
Baunebenkosten
Planungskosten
Wichtig: Pauschalpreise sind mit Vorsicht zu betrachten.
Eine belastbare Kosteneinschätzung ist nur auf Basis einer strukturierten Entwurfsplanung möglich.
2. Was kostet ein Architekt beim Hausbau?
Architektenhonorare liegen in der Regel bei etwa 10–15 % der anrechenbaren Baukosten (netto) – abhängig vom Leistungsumfang.
Dafür erhalten Bauherren:
Planung
Koordination
Kostensteuerung
Qualitätssicherung
👉 Gute Planung spart meist mehr Geld, als sie kostet.
3. Brauche ich überhaupt einen Architekten?
Rein rechtlich: nein.
Praktisch: sehr häufig ja.
Ein Architekt sorgt für:
funktionierende Grundrisse
realistische Kostenannahmen
baurechtliche Sicherheit
weniger Fehler, Nachträge und Umplanungen
Gerade bei individuellen Wohnhäusern ist Planung entscheidend.
4. Wie lange dauert es, ein Haus zu planen und zu bauen?
Realistische Zeiträume:
Planung & Genehmigung: ca. 6–12 Monate
Bauzeit: ca. 10–14 Monate
➡️ Insgesamt häufig 1,5 bis 2,5 Jahre vom ersten Gespräch bis zum Einzug.
Zeitdruck führt fast immer zu schlechteren Entscheidungen.
5. Was bedeutet „schlüsselfertig“ wirklich?
„Schlüsselfertig“ ist kein geschützter Begriff.
Je nach Anbieter können fehlen:
Außenanlagen
Malerarbeiten
Bodenbeläge
Baunebenkosten
👉 Immer genau prüfen, was enthalten ist – und was nicht.
6. Was sind Baunebenkosten – und wie hoch sind sie?
Baunebenkosten werden häufig unterschätzt. Dazu zählen u. a.:
Planung & Genehmigungen
Statik
Vermessung
Gebühren
Hausanschlüsse
Faustregel:
➡️ ca. 15–20 % der reinen Baukosten
7. Wie finde ich das richtige Grundstück?
Ein gutes Grundstück definiert sich nicht nur über Lage und Preis. Entscheidend sind:
Baurecht
Zuschnitt
Erschließung
Ausrichtung
Nachbarschaft
👉 Erst prüfen, dann kaufen – nicht umgekehrt.
8. Was bedeuten Bebauungsplan und § 34 BauGB?
Bebauungsplan: regelt detailliert, was und wie gebaut werden darf
§ 34 BauGB: orientiert sich an der Umgebungsbebauung
Beides beeinflusst u. a.:
Gebäudegröße
Geschossigkeit
Anzahl der Wohneinheiten
Stellplätze
Dachform
Abstandsflächen
Ohne Prüfung ist jede Planung riskant.
9. Wie groß sollte mein Haus wirklich sein?
Viele Bauherren planen zu groß.
Entscheidend ist nicht die Fläche, sondern:
funktionale Grundrisse
gute Raumzuschnitte
flexible Nutzung
realer Bedarf
Ein gut geplantes Haus mit weniger Fläche funktioniert oft besser – und ist günstiger.
10. Lohnt sich Bauen im Bestand oder Neubau?
Das hängt ab von:
baulicher Substanz
Baurecht
Kosten
Nutzung
Denkmalschutz
Fördermöglichkeiten
Umbau ist nicht automatisch günstiger.
Eine strukturierte Analyse ist vor jeder Entscheidung notwendig.
11. Wie wichtig ist Energieeffizienz beim Hausbau?
Energieeffizienz ist wichtig – aber nicht um jeden Preis.
Sie beeinflusst:
Baukosten
Förderfähigkeit
Betriebskosten
langfristigen Wert
Entscheidend ist ein ausgewogenes Gesamtkonzept, nicht das Erreichen eines Labels um jeden Preis.
12. Wie viel Eigenleistung ist sinnvoll?
Eigenleistung kann Kosten senken – birgt aber Risiken:
Zeitverzug
Qualitätsprobleme
Gewährleistungsfragen
Eigenleistung sollte immer:
realistisch planbar
fachlich machbar
zeitlich leistbar
sein.
13. Wann sollte ich mit der Planung beginnen?
So früh wie möglich. Idealerweise:
vor dem Grundstückskauf (bei Reservierung)
vor Finanzierungsabschluss
Frühe Planung schafft:
Sicherheit
bessere Entscheidungen
realistische Kosten
zeitliche Puffer
14. Welche Fehler machen Bauherren am häufigsten?
Die häufigsten Fehler:
zu spätes Planen
falsche Kostenerwartungen
Bauchentscheidungen
fehlende Prioritäten
unklare Ziele
Ein strukturiertes Vorgehen vermeidet diese Fehler.
15. Wie erkenne ich gute Planung?
Gute Planung erkennt man daran, dass:
Entscheidungen nachvollziehbar sind
Kosten realistisch bleiben
Änderungen beherrschbar sind
das Haus langfristig funktioniert
👉 Nicht an Renderings – sondern an Struktur.
Fazit: Fragen klären spart Geld und Nerven
Ein Haus zu bauen ist komplex.
Wer die richtigen Fragen früh stellt, vermeidet:
Fehlentscheidungen
Mehrkosten
spätere Enttäuschungen
Gute Planung beginnt mit Verständnis – nicht mit Zeichnungen.
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