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Sanieren oder neu bauen – was lohnt sich wirklich?

Sanieren oder neu bauen – was lohnt sich wirklich?

Sanieren oder neu bauen – was lohnt sich wirklich?

Eine ehrliche Entscheidungshilfe für Bauherren

Viele Bauherren stehen vor einer der schwierigsten Entscheidungen im gesamten Bauprozess: Bestehendes Haus sanieren oder neu bauen?
Oft ist bereits ein Gebäude vorhanden – geerbt, gekauft oder lange genutzt. Gleichzeitig lockt der Gedanke an einen Neubau mit klaren Grundrissen, moderner Technik und scheinbar besserer Energieeffizienz.

Die Wahrheit ist: Es gibt keine pauschal richtige Antwort.
Aber es gibt klare Kriterien, mit denen sich eine fundierte Entscheidung treffen lässt.

Warum diese Entscheidung so schwerfällt

Sanieren oder neu bauen ist nicht nur eine technische Frage, sondern auch:

  • emotional

  • finanziell

  • langfristig

Typische Gedanken von Bauherren:

  • „Das Haus hat Substanz – aber passt es noch?“

  • „Ein Neubau wäre einfacher, aber auch teurer?“

  • „Lohnt sich der Aufwand im Bestand?“

Genau hier hilft eine strukturierte Betrachtung.

Was bedeutet Sanieren wirklich?

Sanieren ist mehr als neue Fenster oder eine neue Heizung. Je nach Ausgangslage bedeutet es:

  • energetische Sanierung

  • Grundrissänderungen

  • statische Eingriffe

  • technische Erneuerung

  • Anpassung an heutige Wohnbedürfnisse

Viele Sanierungen entwickeln sich faktisch zu Kernsanierungen – mit entsprechendem Aufwand.

Was spricht für eine Sanierung?

1️⃣ Gute Lage und vorhandenes Grundstück

Ein klarer Vorteil des Bestands:

  • gewachsene Lage

  • bestehende Nachbarschaft

  • oft zentrumsnah

Ein Neubau in vergleichbarer Lage ist häufig gar nicht mehr möglich oder extrem teuer.

2️⃣ Tragfähige Bausubstanz

Wenn:

  • Fundament

  • Tragwerk

  • Geschossdecken

in gutem Zustand sind, kann eine Sanierung sinnvoll sein.
Je weniger in die Statik eingegriffen werden muss, desto wirtschaftlicher wird der Bestand.

3️⃣ Baurechtliche Vorteile

Bestehende Gebäude genießen oft Bestandsschutz.
Ein Neubau müsste heute:

  • strengere Abstandsflächen einhalten

  • höhere energetische Anforderungen erfüllen

  • aktuelle Stellplatzsatzungen erfüllen

Das kann die Neubauoption einschränken.

Was spricht gegen eine Sanierung?

1️⃣ Unflexible Gebäudestruktur

Viele Bestandsgebäude haben:

  • kleine Räume

  • tragende Wände an ungünstigen Stellen

  • schlechte Belichtung

Wenn sich Grundrisse nur mit großem Aufwand ändern lassen, wird die Sanierung teuer – ohne wirklich gutes Ergebnis.

2️⃣ Hohe energetische Defizite

Schlechte Dämmung, alte Fenster und veraltete Technik führen zu:

  • hohen Sanierungskosten

  • Kompromissen bei der Energieeffizienz

Ein Neubau erreicht gleiche Werte oft einfacher und nachhaltiger.

3️⃣ Kosten nahe am Neubau

In der Praxis liegen umfassende Sanierungen häufig bei:

  • 70–90 % der Kosten eines Neubaus

Bei gleichzeitig:

  • geringerer Planungsfreiheit

  • höheren Unwägbarkeiten

Das ist ein kritischer Punkt.

Was spricht für einen Neubau?

1️⃣ Freie Planung

Ein Neubau ermöglicht:

  • optimale Grundrisse

  • klare Funktionszonen

  • effiziente Technik

  • barrierearme Konzepte

Alles wird von Grund auf auf den eigenen Bedarf zugeschnitten.

2️⃣ Klare Kosten- und Zeitstruktur

Neubauten sind:

  • besser kalkulierbar

  • technisch übersichtlicher

  • weniger risikobehaftet

Unvorhergesehene Überraschungen sind seltener als im Bestand.

3️⃣ Energieeffizienz & Nachhaltigkeit

Neubauten erfüllen:

  • aktuelle energetische Standards

  • geringere Betriebskosten

  • bessere Fördermöglichkeiten

Langfristig kann das wirtschaftlich vorteilhaft sein.

Was spricht gegen einen Neubau?

1️⃣ Höhere Einstiegskosten

Ein Neubau bedeutet:

  • Abrisskosten (falls Bestand vorhanden)

  • Neubaukosten

  • vollständige Neuerschließung

Das erfordert oft ein höheres Anfangsbudget.

2️⃣ Baurechtliche Einschränkungen

Ein Neubau muss sich an:

  • aktuelle Bebauungspläne

  • heutige Abstandsflächen

  • heutige Stellplatzanforderungen

halten.
Was früher erlaubt war, ist heute oft nicht mehr genehmigungsfähig.

Der wichtigste Punkt: Der Vergleich zählt, nicht das Bauchgefühl

Eine sinnvolle Entscheidung basiert auf:

  • Bestandsanalyse

  • baurechtlicher Prüfung

  • Variantenvergleich

  • realistischen Kosten

Erst wenn Sanierung und Neubau gleichwertig gegenübergestellt werden, zeigt sich:

  • welche Option wirtschaftlicher ist

  • welche besser zur Nutzung passt

  • welche langfristig sinnvoller ist

Typische Fehler bei dieser Entscheidung

❌ Emotional entscheiden

Erinnerungen ersetzen keine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.

❌ Kosten schönrechnen

Unklare Sanierungskosten sind ein hohes Risiko.

❌ Baurecht ignorieren

Neubau ist nicht immer frei planbar.

Wie Architekten bei der Entscheidung helfen

Ein erfahrener Architekt:

  • analysiert den Bestand

  • prüft das Baurecht

  • entwickelt Varianten

  • vergleicht Kosten und Nutzen

Ziel ist keine Empfehlung aus dem Bauch, sondern eine belastbare Entscheidungsgrundlage.

Fazit: Sanieren oder neu bauen – was lohnt sich wirklich?

Sanieren lohnt sich, wenn:

  • Substanz gut ist

  • Struktur anpassbar ist

  • Lage stark ist

Neubau lohnt sich, wenn:

  • Planung stark eingeschränkt ist

  • Kosten nahe am Neubau liegen

  • langfristige Flexibilität gewünscht ist

Die richtige Entscheidung entsteht aus Analyse, nicht aus Hoffnung.

Über uns

2P-Raum Architekten planen Einfamilienhäuser, Wohnungsbau und Bauprojekte im Bestand.
Wir analysieren bestehende Gebäude und entwickeln fundierte Entscheidungsgrundlagen für Sanierung oder Neubau – strukturiert, ehrlich und wirtschaftlich.

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