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Baukosten

Baukosten

Baukosten – was kostet ein Wohnhausneubau?

Baukosten realistisch einschätzen – bevor gebaut wird

Die Frage „Was kostet ein Wohnhausneubau?“ gehört zu den wichtigsten – und zugleich komplexesten – Fragen beim Bauen.
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Baukosten hängen von zahlreichen Faktoren ab und müssen frühzeitig, realistisch und transparent betrachtet werden.

Wer zu spät oder zu grob kalkuliert, riskiert Budgetüberschreitungen, Planungsstopps oder schmerzhafte Einsparungen während der Bauphase.

Welche Faktoren beeinflussen die Baukosten?

1. Standort & Region

Der Standort hat erheblichen Einfluss auf die Baukosten. In Ballungsräumen und Großstädten liegen diese in der Regel deutlich höher als in ländlichen Regionen. Gründe sind u. a.:

  • höhere Lohn- und Handwerkerkosten

  • stärkere Nachfrage

  • komplexere baurechtliche Anforderungen

Hinweis: Grundstückspreise sind nicht Teil der Baukosten, beeinflussen jedoch das Gesamtbudget erheblich.

2. Größe, Bauvolumen & Gebäudekubatur

Je größer das Gebäude, desto höher die Gesamtkosten. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Wohnfläche, sondern vor allem die Gebäudekubatur.

Mehr Geschosse, größere Raumhöhen, Untergeschosse oder komplexe Dachformen erhöhen die Baukosten deutlich – häufig unterschätzt.

3. Ausstattung, Materialien & Qualitätsniveau

Ausstattung und Materialwahl wirken sich massiv auf die Baukosten aus:

  • einfache vs. hochwertige Bodenbeläge

  • Standardfenster vs. großformatige Verglasungen

  • funktionale Bäder vs. Design-Sanitärobjekte

  • robuste Materialien vs. exklusive Oberflächen

Je höher der gestalterische Anspruch, desto größer der technische und finanzielle Aufwand.

4. Energieeffizienz & Nachhaltigkeit

Höhere energetische Standards können initial höhere Baukosten verursachen, senken jedoch langfristig:

  • Betriebskosten

  • Instandhaltungsaufwand

  • Wertverlustrisiken

Nachhaltigkeit ist kein Selbstzweck, sondern eine wirtschaftliche Entscheidung über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes.

Baukosten – realistische Richtwerte

Kosten pro Quadratmeter (€/m²)

Als grober Richtwert für einen Wohnhausneubau in guter Ausstattungsqualität gelten aktuell:

ca. 3.500 – 4.500 €/m² Wohnfläche
(schlüsselfertig, exklusive Architektenleistungen)

Diese Werte variieren je nach Region, Bauweise und Ausstattungsniveau teils erheblich.

Kosten pro Kubikmeter (€/m³) – die ehrlichere Kennzahl

Aussagekräftiger als €/m² ist häufig die Betrachtung der Kosten pro Kubikmeter Bruttorauminhalt:

ca. 800 – 1.250 €/m³
(exklusive Architektenleistungen)

Gerade bei:

  • hohen Räumen

  • Untergeschossen

  • komplexen Baukörpern

ist €/m³ die realistischere Vergleichsgröße. In gehobener oder luxuriöser Ausführung können diese Werte deutlich überschritten werden.

Warum frühe Kostenplanung entscheidend ist

Je früher Baukosten realistisch ermittelt werden, desto größer ist der Handlungsspielraum.
Gute Planung ermöglicht:

  • klare Budgetdefinition

  • gezielte Priorisierung von Qualitäten

  • Vermeidung späterer Kostenschocks

  • Optimierung ohne Qualitätsverlust

Eine fundierte Kostenschätzung gehört an den Anfang, nicht ans Ende der Planung.

Was ist in den Baukosten nicht enthalten?

Für eine ehrliche Gesamtbetrachtung ist wichtig:
Nicht enthalten sind u. a.:

  • Grundstück & Kaufnebenkosten

  • Außenanlagen

  • Küche, Möbel, Einbauten

  • Sonderausstattungen

  • individuelle Extras

Diese Positionen müssen zusätzlich zu den reinen Baukosten eingeplant werden.

Fazit: Baukosten brauchen Klarheit – keine Wunschzahlen

Ein Wohnhausneubau ist eine der größten Investitionen im Leben.
Wer Baukosten realistisch, strukturiert und fachlich fundiert betrachtet, schafft Planungssicherheit und vermeidet teure Fehlentscheidungen.

2P-Raum Architekten begleiten Bauherren von der ersten Kosteneinschätzung bis zur Umsetzung – ehrlich, nachvollziehbar und belastbar.

Architektenhonorar – was kostet eine Wohnhausplanung?

Das Architektenhonorar richtet sich nach dem Leistungsumfang und orientiert sich an der HOAI.

  • Leistungsphasen 1–4 (Grundlagenermittlung bis Genehmigungsplanung):
    ca. 4–5 % der Netto-Baukosten

  • Leistungsphasen 5–8 (Ausführungsplanung bis Bauleitung):
    ca. 10–12 % der Netto-Baukosten

  • Gesamtbeauftragung:
    insgesamt ca. 15 % der Netto-Baukosten

>Das Honorar ist kein Zusatzkostenpunkt, sondern eine Investition in Planungssicherheit, Qualität und Kostenkontrolle.

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