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Mehrfamilienhaus planen – die häufigsten Fehler von Anfang an vermeiden

Mehrfamilienhaus planen – die häufigsten Fehler von Anfang an vermeiden

Warum die Planung eines Mehrfamilienhauses besonders anspruchsvoll ist

Ein Mehrfamilienhaus muss gleichzeitig:

  • wirtschaftlich tragfähig sein

  • baurechtlich genehmigungsfähig bleiben

  • langfristig nutzbar und anpassbar sein

  • unterschiedlichen Nutzergruppen gerecht werden

Fehler in der frühen Phase lassen sich später kaum korrigieren. Sie wirken sich über Jahrzehnte auf Kosten, Vermietbarkeit und Werthaltigkeit aus.

Fehler 1: Planung beginnt mit dem Entwurf statt mit der Analyse

Einer der häufigsten Fehler ist der direkte Einstieg in Grundrisse oder Fassaden, ohne die Rahmenbedingungen sauber zu klären.

Typische Versäumnisse:

  • Baurecht nicht geprüft

  • Stellplatzanforderungen unterschätzt

  • Grundstück nur oberflächlich analysiert

  • Nutzung und Zielgruppe nicht definiert

Richtig ist:
Die Planung beginnt mit einer Machbarkeits- und Rahmenanalyse, nicht mit Zeichnungen.

Fehler 2: Baurecht wird zu spät ernst genommen

Das Baurecht ist einer der stärksten Einflussfaktoren im Mehrfamilienhausbau.

Relevante Punkte sind u. a.:

  • Bebauungsplan oder §34 BauGB

  • Geschossigkeit, GFZ / GRZ

  • Abstandsflächen

  • Stellplatzsatzung

  • Brandschutzanforderungen

Ein architektonisch guter Entwurf ohne baurechtliche Tragfähigkeit kostet Zeit, Geld und Vertrauen.

➡️ Baurecht klären, bevor entworfen wird.

Fehler 3: Unwirtschaftliche Grundrisse und Flächenverluste

Unklare oder ineffiziente Grundrisse sind ein klassischer Kostenfaktor:

  • zu große Erschließungsflächen

  • schlecht proportionierte Wohnungen

  • ungünstige Raumzuschnitte

  • überdimensionierte Verkehrsflächen

Diese Fehler wirken sich direkt auf:

  • Baukosten

  • Mietertrag

  • Betriebskosten

aus.

Faustregel:
Jeder unnötige Quadratmeter kostet beim Bau – und bringt später keinen Ertrag.

Fehler 4: Erschließung falsch geplant

Treppenhäuser, Aufzüge und Flure sind teuer – aber unvermeidbar.

Häufige Fehler:

  • zu viele Treppenhäuser

  • unklare Erschließungslogik

  • Aufzugspflichten falsch eingeschätzt

  • schlechte Orientierung für Nutzer

Eine klare, kompakte Erschließung ist einer der größten Wirtschaftlichkeitshebel im Mehrfamilienhaus.

Fehler 5: Stellplätze und Mobilität unterschätzen

Stellplätze werden oft als Nebenthema betrachtet – sind es aber nicht.

Probleme entstehen, wenn:

  • Stellplatzsatzungen nicht eingehalten werden

  • Tiefgaragenkosten unterschätzt werden

  • Fahrrad- und Nebenräume fehlen

  • Zufahrten nicht genehmigungsfähig sind

➡️ Stellplätze beeinflussen Kosten, Genehmigung und Nutzung massiv.

Fehler 6: Baukosten zu optimistisch ansetzen

„Das klären wir später“ ist im Mehrfamilienhaus ein gefährlicher Ansatz.

Kosten werden u. a. bestimmt durch:

  • Gebäudekubatur

  • Tragwerkskonzept

  • Fassadenanteil

  • Ausbaustandard

  • Technikkonzepte

Ohne frühe, belastbare Kostenschätzung geraten viele Projekte wirtschaftlich unter Druck – oder scheitern ganz.

Fehler 7: Gebäude nicht langfristig denken

Ein Mehrfamilienhaus wird für Jahrzehnte gebaut – nicht für einen Marktzyklus.

Kurzsichtig sind:

  • zu spezifische Grundrisse

  • fehlende Flexibilität

  • geringe Anpassbarkeit

Gute Planung berücksichtigt:

  • unterschiedliche Lebensphasen

  • wechselnde Nutzer

  • mögliche Umnutzungen

➡️ Flexibilität ist ein wirtschaftlicher Faktor.

Fehler 8: Technische Anforderungen unterschätzen

Brandschutz, Schallschutz, Energieeffizienz und Haustechnik sind im Mehrfamilienhaus deutlich komplexer als im Einfamilienhaus.

Typische Probleme:

  • späte Anpassungen wegen Brandschutz

  • fehlende Technikflächen

  • mangelhafter Schallschutz

  • unnötig komplexe Technik

Diese Themen müssen früh integriert, nicht später korrigiert werden.

Fehler 9: Architektur und Wirtschaft gegeneinander ausspielen

Architektur wird oft als Kostenfaktor gesehen – zu Unrecht.

Schlechte Architektur führt zu:

  • schlechter Vermietbarkeit

  • höherem Instandhaltungsaufwand

  • geringerer Akzeptanz

Gute Wohnungsbauarchitektur bedeutet:

  • klare Struktur

  • verständliche Grundrisse

  • robuste Materialien

  • langfristige Nutzbarkeit

➡️ Wirtschaftlichkeit und Architektur schließen sich nicht aus – sie bedingen sich.

Wie sich diese Fehler vermeiden lassen

Eine tragfähige Planung folgt einer klaren Reihenfolge:

  1. Grundstück & Baurecht analysieren

  2. Nutzung & Zielgruppe definieren

  3. Flächen- und Wirtschaftlichkeitskonzept entwickeln

  4. Erst dann: Entwurf und Gestaltung

Diese Struktur reduziert Risiken erheblich.

Die Rolle des Architekten im Mehrfamilienhausbau

Ein erfahrener Architekt ist im Wohnungsbau:

  • kein Zeichner

  • kein Verkäufer

  • sondern zentraler Planer und Koordinator

Er:

  • ordnet Komplexität

  • schafft Entscheidungsgrundlagen

  • koordiniert Fachdisziplinen

  • behält Kosten, Qualität und Genehmigung im Blick

Fazit: Fehler vermeiden ist der größte Hebel

Die meisten Probleme im Mehrfamilienhaus entstehen nicht auf der Baustelle, sondern in der frühen Planung.

Wer:

  • Baurecht ernst nimmt

  • wirtschaftlich denkt

  • strukturiert plant

  • langfristig betrachtet

schafft Gebäude, die dauerhaft funktionieren – technisch, wirtschaftlich und architektonisch.

Über uns

2P-Raum Architekten planen Mehrfamilienhäuser, Wohnungsbauprojekte und Gebäude im Bestand.
Unser Fokus liegt auf klaren Strukturen, wirtschaftlicher Planung und Architektur mit Substanz, die langfristig nutzbar bleibt.

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